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Dezentralität und Dekarbonisierung als Leitlinien des neuen Energiesystems

Mythos

Die Änderungen im Energiesystem werden nur marginal sein. Im Wesentlichen bleibt über Jahrzehnte noch alles beim Alten.

Fakten

Die Prognosen der Energiebehörden wurden in Sachen erneuerbarer Energie jedes Jahr von der Realität übertroffen, die Technologieentwicklung deutlich unterschätzt. Die Dezentralisierung der Stromerzeugung und intelligente Netze schaffen neue Voraussetzungen für das Energiesystem der Zukunft

Die gesamte Energieversorgung befindet sich in Umbruch. Viele der Prognosen der Vergangenheit lagen deutlich daneben. Jedes Jahr wieder muss etwa die Internationale Energieagentur (IEA) die Prognosen für Photovoltaik, aber auch für Windenergie, weiter nach oben schrauben. Am Beispiel Photovoltaik: Der renommierte IEA World Energy Outlook (WEO) ging in seinen Ausgaben 2010 bzw. 2016 von einem Photovoltaik-Zubau für das Jahr 2015 von 8 bzw. 52 Gigawatt (GW) aus. Tatsächlich lag die neu installierte Kapazität in diesem Jahr bei 75 GW. Wenn die Erneuerbaren jedoch systematisch unterbewertet werden, reagieren Politik und Investoren zurückhaltend. Wesentlicher Grund für die falschen Annahmen ist, dass die Kostenreduktionen durch Technologieentwicklung unterschätzt wurden.

Das Energiesystem der Zukunft ist mehr als ein reiner Energieträgerwechsel. Es ändert sich die Charakteristik der Energieversorgung durch mehr Flexibilität, ebenso wie die Infrastruktur, die Einbindung der Konsumenten sowie die Geschäftsmodelle für Anbieter und Dienstleister. Zu den Treibern gehören zudem die Digitalisierung, neue dezentrale Energie- und Speichertechnologien, aber auch gesellschaftliche Trends wie Urbanisierung, Sharing-Economy und Verhaltensänderungen.