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Der Energiemarkt braucht zukunftsfähige Regeln

Mythos

Die Ökostromförderung ist Planwirtschaft und nicht marktkonform. Das Fördersystem verhindert Wettbewerb. Die Ökoenergien müssen endlich marktfähig werden.

Fakten

Die Erzeugungskosten von Wind- und Solarstrom liegen schon heute unter den betriebswirtschaftlichen Vollkosten neuer Kohle- und Gaskraftwerke. Jedoch lässt das derzeitige Marktsystem keine sichere Finanzierung zu. Zu viele alte fossile und Atomkraftwerke werden weiterhin im Markt belassen.

Die meisten Ökostrom-Technologien sind schon heute marktfähig. Jedoch ist der Strommarkt kein „normaler“ Markt, sondern stark davon geprägt, dass neue Kraftwerke in Konkurrenz zu bereits  bestehenden Anlagen stehen, die lange vor der Liberalisierung in einer Monopol-geprägten  Stromwirtschaft errichtet und finanziert wurden. Der Energiemarkt – und dabei spezifisch der Strommarkt – war immer schon stark von Regulierungen abhängig.

Die meisten Kraftwerke in Österreich sind vor 1985 entstanden und damit lange vor der Marktliberalisierung. Der für Österreich wichtige deutsche Strommarkt ist wiederum davon geprägt, dass fossile Überkapazitäten (v.a. Braun- und Steinkohle) im Markt verbleiben. Durch das Verbleiben von Fossil- und Atomenergie im Strommarkt, ist ein Überangebot von Strom in Mitteleuropa entstanden. Der Börsestrompreis spiegelt daher nicht die Vollkosten für neue Kraftwerke wider. Zum derzeit geltenden sogenannten „Marktpreis“ (Grundlast) kann keine Technologie neue Produktionskapazitäten profitabel errichten. Daher ist entweder ein Ausgleich notwendig, um Investitionen zu ermöglichen, oder eine angemessene CO2-Steuer, die externe Kosten in den Preis einberechnet.