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Trotz Trump: Die weltweiten Klimaschutzambitionen reißen nicht ab

Mythos

Nach der Wahl Donald Trumps und dem angekündigten Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen wird der Klimaschutz ohnehin nicht mehr ernst genommen.

Fakten

Das Bekenntnis zum Pariser Klimavertrag nimmt sowohl innerhalb als auch außerhalb der USA weiter zu. Das von Trump propagierte Comeback der Kohle findet nicht statt.

Die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. Auch wenn der angekündigte Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen dessen Umsetzung nicht erleichtert, zeigen die zahlreichen Reaktionen und Klimaschutz-Bekenntnisse aus vielen US-Bundesstaaten, von Städten und Business-Sektoren, dass eine komplette Trendumkehr nicht möglich ist.

Seit 2016 ist erstmals in der Geschichte der US-Stromproduktion Kohle nicht mehr der wichtigste Energieträger. Während der Kohleanteil an der Stromproduktion in den 80er- und 90er-Jahren stets über 50% lag, ist er in den vergangenen Jahren auf 30% zurückgefallen. Nicht nur aus Klimaschutzgründen, sondern auch aus Kostengründen verliert Kohle an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Erdgas und erneuerbaren Energien. Auch der größte Kohlemarkt, China, dürfte bereits seinen Höhepunkt überschritten haben.

Weltweit fällt die Stromproduktion auf Basis von Kohle seit 2013 kontinuierlich. Auch die Zahl neu geplanter Kohlekraftwerke geht deutlich zurück. Trotz dieser Marktentwicklung ist klar, dass die Energiewende kein Selbstläufer ist, sondern ambitionierte Ziele und entsprechende Rahmenbedingungen braucht.