Diese Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen.
Mit der Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden. Alle Details finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Ein fairer CO2-Preis schafft mehr Gerechtigkeit für Markt und Gesellschaft

Mythos

Eine Bepreisung von Kohlendioxid würde die Kosten für Energie unnötig erhöhen. CO2-Steuern sind nur im europäischen Gleichklang möglich.

Fakten

Derzeit spiegelt sich die Klimawirksamkeit der unterschiedlichen Energieträger noch nicht in ihrem Preis wider. Immer mehr Staaten setzen daher auf CO2-Preise. Diese starten meist niedrig und erhöhen sich kontinuierlich, bei gleichzeitiger Verringerung anderer Kosten.

Führende Ökonomen wie Nicholas Stern, Joseph Stieglitz und Otmar Edenhofer drängen auf eine Besteuerung klimaschädlicher Kohlendioxidemissionen der fossilen Energieträger Kohle, Erdöl und Erdgas. Auch wenn immer mehr Staaten und Regionen auf entsprechende Bepreisungsinstrumente setzen, ist die Höhe der CO2-Preise in vielen Staaten noch nicht ausreichend. Subventionen für fossile Energie stellen weiterhin eine große Hürde für die Energiewende dar. Ein progressiv ansteigender Preis für CO2 hätte eine wichtige Lenkungsfunktion.

In Österreich ist die Besteuerung fossiler Energieträger derzeit sehr heterogen. Insbesondere Kohle, die den höchsten CO2-Ausstoß pro Energieeinheit aufweist, ist stark begünstigt; aber auch etwa das Heizen mit Öl, obwohl dieses mit Diesel technisch gleichwertig ist. Die Energiesteuern nach Treibhausgasemissionen betragen aktuell bei Kohle 18 Euro pro Tonne CO2, bei Erdgas 31 €/t, bei Heizöl 40 €/t, bei Diesel 147 €/t und bei Benzin 195 €/t CO2. Mit der Einführung einer zusätzlichen CO2-Klimaschutzabgabe könnte eine einheitliche Besteuerung auf Grundlage des jeweiligen CO2-Ausstoßes ermöglicht werden; im Gegenzug könnten die Steuern auf Arbeit, die Lohnnebenkosten und die Einkommenssteuern im gleichen Ausmaß gesenkt werden.