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Noch können wir es schaffen – Klimaschutz ist nicht nur eine Technologiefrage

Mythos

Dank neuer Technologien wird sich das Klimaproblem in einigen Jahren quasi von selbst lösen. Es gibt keinen Grund, jetzt in alle Lebensbereiche einzugreifen.

Fakten

Der Klimaschutz ist keine reine Technologiefrage, sondern ein tiefgreifender Strukturwandel unserer Gesellschaft, der die Chance auf eine bessere und faire Welt bietet.

Angesichts des limitierten „CO2-Budgets“ zur Begrenzung der globalen Temperaturerhöhung auf +1,5 bzw. +2°C, muss rasch gehandelt werden. Je später die Treibhausgasemissionen verringert werden, desto rascher muss die Absenkung erfolgen bzw. müssen durch zusätzliche CO2-Senken sogenannte „negative Emissionen“ erreicht werden. Bei derzeit jährlich rund 41 Gigatonnen (Gt) globaler Emissionen wäre das für die Einhaltung des 1,5°C-Ziels relevante CO2-Budget von 600 Gt in ca. 15 Jahren aufgebraucht. Die Referenz für das 2°C-Ziel liegt bei 800 Gt CO2, wobei immer zu berücksichtigen ist, dass dieser Wert der Wahrscheinlichkeit (66%) gemäß IPCC-Szenarien entspricht und es weniger um die Festlegung auf eine bestimmte Zahl, als um die Klarheit des Pfades Richtung Dekarbonisierung geht.

Die positive Nachricht ist, dass die CO2-Emissionen in den vergangenen drei Jahren global nicht mehr weiter gestiegen sind – insbesondere durch das Einbremsen bei der Kohlenutzung. Neben wichtigen technologischen Entwicklungen zeigen auch zahlreiche Initiativen auf der ganzen Welt, dass neue Weg beschritten werden, um die Klimaveränderung in Grenzen zu halten. Ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen sind darüber hinaus Teil weiterer nachhaltiger Entwicklungsziele wie Armutsbekämpfung, Ernährungssicherheit, Gesundheit, Wirtschaftsentwicklung, menschenwürdiger Arbeit etc.