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Immer mehr Staaten und Regionen setzen auf CO2-Preise

Mythos

Nationale Alleingänge bei der Besteuerung von Kohlendioxidemissionen bzw. der Etablierung von CO2-Mindestpreisen schaden der Wirtschaft. CO2-Steuern sind neue Steuern und erhöhen immer die Steuerbelastung.

Fakten

Eine Vielzahl an Beispielen zeigt, dass sich CO2-Preise auch im nationalen Alleingang realisieren lassen, ohne dass dadurch die Gesamtsteuerlast erhöht werden muss. Rund 100 Staaten haben entsprechende Instrumente als Teil ihrer nationalen Verpflichtungen zur Umsetzung der Pariser Klimaziele genannt.

Immer mehr Staaten und Regionen setzen auf CO2-Preise

Entwicklung des globalen Treibhausgasanteils, der durch CO2-Preissysteme erfasst wird (seit 1990)

Datenquelle Grafik: Weltbank 2016

CO2-Preise sind das wichtigste Instrument zur Erreichung der Klimaziele. Immer mehr Staaten und Regionen nutzen im Sinne höherer Kostenwahrheit dieses marktwirtschaftliche Instrument. Mehr als 20 einzelne Staaten haben mittlerweile eine CO2-Steuer eingeführt, in jüngster Vergangenheit etwa Frankreich oder Mexiko. 2016 hat auch Kanada angekündigt, ab 2018 einen CO2-Mindestpreis einzuführen. 2017 startet China seinen Emissionshandel. Dann werden 20–25% der weltweiten jährlichen Emissionen von CO2-Preissystemen erfasst sein. Schweden hat – ohne erst auf Europa zu warten – einen CO2-Preis von 125 Euro pro Tonne eingeführt und zugleich Steuern auf Arbeit reduziert. Immer mehr Unternehmen, Branchen, NGOs und Regierungen sprechen sich (auch) im Sinne der Innovationsfähigkeit für CO2-Preise aus. Auch das Projekt WWWforEurope – mit Beteiligung von 34 Forschungsinstitutionen unter Leitung des WIFO – empfiehlt, die Steuerbelastung auf den Faktor Arbeit deutlich zu reduzieren und im Gegenzug jene auf Emissionen und umweltschädigenden Ressourcenverbrauch zu erhöhen. In die gleiche Kerbe schlagen der IWF, die OECD und die Weltbank.