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Die Klimaveränderung ist ein enormes soziales Risiko

Mythos

Klimaschutzmaßnahmen treiben die Kosten für die Konsumenten in die Höhe und sind ein soziales Problem.

Fakten

Es ist die Klimaveränderung selbst, die eine starke soziale Gerechtigkeitsdimension besitzt. Gelingt es nicht, die globale Temperaturerhöhung zu minimieren, drohen insbesondere sozial benachteiligten Personen noch größere Schäden.

Der Klimawandel verändert unser Leben

Von ungewöhnlicher Hitze, Trockenheit und Dürren betroffener Anteil der Landfläche bei jeweiliger Temperaturerhöhung

+2°C +4°C Europa und Zentralasien +3°C +5°C +1°C +1,5°C +4,5°C +3,5°C +2,5°C Lateinamerika Naher Osten und Nordafrika 5% 25% 30% 75% 0 95% 5% 10% 15% 50% 85% 10% 30% 30-40% 65% 90%

Datenquelle Grafik: Potsdam Institut für Klimafolgenforschung, Daten aus Weltbank-Bericht „Turn Down the Heat“ 2014

Wie der Österreichische Sachstandsbericht des Austrian Panel on Climate Change (2014) aufzeigt, haben sozial Benachteiligte eher unter den Folgen der Klimaveränderung zu leiden. Insbesondere das Zusammentreffen verschiedener Faktoren (niedriges Einkommen, geringer Bildungsgrad, wenig Sozialkapital, prekäre Arbeits- und Wohnverhältnisse, Arbeitslosigkeit, eingeschränkte Handlungsspielräume) macht weniger privilegierte Bevölkerungsgruppen verwundbar für Folgen des Klimawandels. Die Kosten des Nicht-Handelns sind dabei höher als jene eines ambitionierten Klimaschutzes. Sie stellen auch für öffentliche Haushalte eine enorme Herausforderung dar.

Die Rekordtemperaturen des vergangenen Jahres führten nach Angaben der US-Klimabehörde NOAA an vielen Orten der Welt zu gravierenden Folgen wie Dürren und Unwetterkatastrophen etwa durch Zyklone. Mit steigender globaler Temperatur wird auch immer mehr Landfläche mit höherer Wahrscheinlichkeit von Hitze, Trockenheit und Dürren betroffen sein. Dies wird zu weiteren Ernährungskrisen und Fluchtbewegungen führen. Die möglichst weitgehende Vermeidung des Klimawandels ist auch eine Frage sozialer Gerechtigkeit und globaler Verantwortung.