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Die Dekarbonisierung als Impulsgeber für Wirtschaft und Beschäftigung

Mythos

Ambitionierter Klimaschutz schadet der Wirtschaft und bedroht den Standort.

Fakten

Die beim Klimaschutz erfolgreichen Staaten sind auch wirtschaftlich meist erfolgreicher. So konnte z.B. Schweden seine Treibhausgasemissionen seit dem Jahr 2000 um 21% senken, während die Wirtschaftsleistung um 31% stieg. Die weltweiten Investitionen in erneuerbare Energie werden von jährlich 286 Mrd. US$ (2015) auf 500 Mrd. US$ im Jahr 2020 steigen. Investitionen in erneuerbare Energien stärken die heimische Wirtschaft.

Klimaschutz und Wirtschaftswachstum sind kein Widerspruch

Vergleich der Entwicklung von Treibhausgasemissionen und Bruttoinlandsprodukt von 2000–2014

Österreich

Schweden

Großbritannien

Deutschland

Quelle: Daten Weltbank, Eurostat 2016

Wirtschaftlicher Erfolg und Klimaschutz-Erfolg können Hand in Hand gehen. Eine Analyse wichtiger ökonomischer Eckdaten zeigt, dass viele Staaten, die in den vergangenen 15 Jahren ihre Treibhausgase erfolgreich reduzieren konnten, auch mehr Wirtschaftswachstum erzielen. Mit dem Pariser Klimaabkommen ist klar, dass man bei der Bekämpfung des Klimawandels nicht auf sich allein gestellt ist, sondern es eine gemeinsame Grundlage gibt. Jene Staaten und Wirtschaftsregionen, die Antreiber bei Klimaschutzinnovationen sind, sind auch im internationalen Wettbewerb um die Zukunftsmärkte am besten aufgestellt. In vielen Staaten kann erstmals eine Entkopplung von BIP-Wachstum und CO2-Emissionen beobachtet werden. Zu berücksichtigen ist in der Bilanz, dass die Emissionen im Jahr 2014 nicht nur in Österreich durch eine niedrige Anzahl an Heizgradtagen und einen entsprechend geringeren Energieverbrauch besonders niedrig ausfielen. Die Vergleichbarkeit zwischen den Staaten ist darüber hinaus durch regionale Faktoren beeinflusst – etwa durch den Energieträgermix in der Energieerzeugung.

Der Umbau des Energiesystems ist ein gigantisches Investitionsprogramm. Im Jahr 2015 wurden 286 Mrd. US$ in erneuerbare Energieträger investiert – mehr als je zuvor und doppelt so viel wie in neue Kohle- und Gaskraftwerke. Vor dem Hintergrund des Pariser Klimaabkommens ist ein deutlicher Anstieg der weltweiten Investitionen zu erwarten. Für das Jahr 2020 werden laut der Energieagentur IRENA ca. 500 Mrd. US$ an Investitionen in erneuerbare Energien prognostiziert; bis zum Jahr 2030 jährlich rund 900 Mrd. US$.