Paris hat die Weichen gestellt – jetzt muss der Zug Fahrt in Richtung Dekarbonisierung aufnehmen. Denn nur wenn sehr rasch gehandelt wird, kann das 2°C-Ziel erreicht werden; für das 1,5°C-Ziel müssen Sofortmaßnahmen greifen. Die Architektur des neuen UN-Klimaabkommens basiert auf gemeinsamen Zielen und Verpflichtungen und zugleich in der Umsetzung auf selbstbestimmten nationalstaatlichen Umsetzungszielen und -plänen, sogenannten NDCs (Nationally Determined Contributions). Alle Analysen zeigen, dass die Zielerreichung mit den aktuellen Umsetzungszielen bei Weitem noch nicht gelingen wird, sondern auch bei vollständiger Umsetzung verheerende +2,7 bis +3,4°C bis zum Jahr 2100 im Vergleich zum vorindustriellen Niveau die Folge wären.

Die Orientierung an einem globalen Treibhausgas-Budget von rund 800 Gigatonnen CO2 (Gt CO2) bedeutet, dass Investitionsentscheidungen bereits in den kommenden zwei bis drei Jahren große Klimaschutzrelevanz besitzen – ob Kraftwerke, Gebäude und ihre Heizsysteme oder Verkehrs- und Siedlungsstrukturen. Angesichts des sinkenden „Carbon Budget“ sind jedoch nicht nur Investitionsentscheidungen mit einem Abschreibungszeitraum von 30–40 Jahren bereits jetzt relevant. Je größer die Abhängigkeit von fossiler Energie, desto eher die Gefahr eines „Lock-in-Effekts“, der zu höheren Kosten in der Zukunft führt.

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Das Inkrafttreten des Klimaabkommens von Paris verpflichtet zu raschem Handeln

Mythos

Wir sind in Europa auf gutem Wege, die Anforderungen des Klimaabkommens von Paris zu erfüllen. Wir müssen nicht überall Vorreiter sein.

Fakten

Es gibt keine Zeit zu verlieren. Bei derzeitigem Umsetzungstempo ist das globale Treibhausgasbudget in rund 20 Jahren aufgebraucht.

Weichenstellung: Die Pariser Klimaziele erfordern eine ambitionierte Umsetzung

Treibhausgasszenarien zeigen die Kluft zwischen der notwendigen Emissionsreduktion und den bisherigen Zugeständnissen

Business-as-usual-Szenario erwartete Reduktion bei Umsetzung der bislang vorgelegten nationalen Pne notwendige Reduktion für 2°C-Ziel notwendige Reduktion für 1,5°C-Ziel fehlende Einsparungen für 2°C-Ziel fehlende Einsparungen für 1,5°C-Ziel

Datenquelle: Auswertung basierend auf Climate Action Tracker 2015

Paris hat die Weichen gestellt – jetzt muss der Zug Fahrt in Richtung Dekarbonisierung aufnehmen. Denn nur wenn sehr rasch gehandelt wird, kann das 2°C-Ziel erreicht werden; für das 1,5°C-Ziel müssen Sofortmaßnahmen greifen. Die Architektur des neuen UN-Klimaabkommens basiert auf gemeinsamen Zielen und Verpflichtungen und zugleich in der Umsetzung auf selbstbestimmten nationalstaatlichen Umsetzungszielen und -plänen, sogenannten NDCs (Nationally Determined Contributions). Alle Analysen zeigen, dass die Zielerreichung mit den aktuellen Umsetzungszielen bei Weitem noch nicht gelingen wird, sondern auch bei vollständiger Umsetzung verheerende +2,7 bis +3,4°C bis zum Jahr 2100 im Vergleich zum vorindustriellen Niveau die Folge wären.

Die Orientierung an einem globalen Treibhausgas-Budget von rund 800 Gigatonnen CO2 (Gt CO2) bedeutet, dass Investitionsentscheidungen bereits in den kommenden zwei bis drei Jahren große Klimaschutzrelevanz besitzen – ob Kraftwerke, Gebäude und ihre Heizsysteme oder Verkehrs- und Siedlungsstrukturen. Angesichts des sinkenden „Carbon Budget“ sind jedoch nicht nur Investitionsentscheidungen mit einem Abschreibungszeitraum von 30–40 Jahren bereits jetzt relevant. Je größer die Abhängigkeit von fossiler Energie, desto eher die Gefahr eines „Lock-in-Effekts“, der zu höheren Kosten in der Zukunft führt.