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Der fossile Energiesektor ist im Umbruch. Das alte Geschäftsmodell wird nicht funktionieren

Mythos

Der aktuelle niedrige Ölpreis sorgt nur für eine vorläufige Krise des Kohle-, Öl- und Gassektors. Im Grunde genommen geht es weiter wie bisher.

Fakten

Durch die niedrigen fossilen Energiepreise haben Kohle-, Öl- und Gasunternehmen seit 2014 rund 40% ihres Werts verloren. Nach dem Wendepunkt beim weltweiten Kohleverbrauch muss es zur Erreichung des 2°C-Ziels ab 2020 auch bei der Ölnachfrage bergab gehen. Elektromobilität wird hierzu einen entscheidenden Beitrag leisten.

Der fossile Energiesektor steht vor großen Umwälzungen

Bloomberg-Zukunftsszenarien zur Entwicklung der Elektromobilität: Rasches Wachstum bei E-Autos senkt den Nachfrageanstieg bei Erdöl. Zwei Millionen ersetzte Barrel Öl pro Tag werden als Crash-Marke für den Ölmarkt angenommen

Quelle: Bloomberg New Energy Finance 2016

Im fossilen Energiesektor bleibt kein Stein auf dem anderen. Mit Umsetzung des Pariser Klimaabkommens wird die Nachfrage nach fossiler Energie zurückgehen müssen. Das beeinflusst den Preis für fossile Energien ebenso wie den Wert fossiler Energiereserven und entsprechender Unternehmensbewertungen. Sowohl der Klimawandel selbst als auch der Umbruch in der Energieversorgung müssen als finanzielle Risiken bewertet werden. Eine erste Untersuchung für Österreich zeigt, dass im Jahr 2015 Veranlagungen im fossilen Bereich im Wert von 21 Milliarden Euro  bestanden. Eine Neuorientierung in Richtung emissionsarmer Geschäftsbereiche der Zukunft wird darum immer wichtiger – für Unternehmen wie für Investoren.

Der absehbare Boom der Elektromobilität könnte ein wesentlicher Einflussfaktor für die zurückgehende Öl-Nachfrageentwicklung sein. Einer Analyse von Bloomberg New Energy Finance zufolge, sorgt der dramatische Preisverfall bei Batterien (minus 65% zwischen 2010 und 2015) für neue Dynamik. Im Jahr 2023 sollen durch Elektromobilität zwei Millionen Barrel Öl pro Tag ersetzt werden. Bei Erreichen eines 35%igen Marktanteils wird allein dadurch der Bedarf um 13 Mio. Barrel/Tag sinken. Zugleich wird der Bedarf nach mehr Stromerzeugungskapazitäten entsprechend steigen.