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Globale Dynamik beim Klimaschutz. Europa ist nicht allein

Mythos

Solange jede Woche in China ein Kohlekraftwerk neu eröffnet wird, ist unser Beitrag zum Klimaschutz unbedeutend. Höhere Steuern auf fossile Energieträger bzw. ein CO2-Preis ergeben nur im internationalen Gleichklang Sinn.

Fakten

Der Kohleboom in China – dem weltweit größten CO2-Emittenten – ist vorerst vorbei. Die Auslastung chinesischer Kohlekraftwerke fiel 2014 auf den niedrigsten Stand seit mehr als dreißig Jahren. International wird der Zuspruch zu höheren CO2-Preisen immer höher.

Globale Dynamik beim Klimaschutz

Grafikquelle: State and trends of carbon pricing 2015, World Bank Group, Washington , D.C.

  • Emmissionshandel umgesetzt oder in Planung
  • CO2-Steuern umgesetzt oder in Planung
  • Emissionshandel angedacht

 

  • Emissionshandel und CO2-Steuern umgesetzt oder in Planung
  • Emissionshandel umgesetzt oder in Planung, CO2-Steuern angedacht
  • CO2-Steuern umgesetzt oder in Planung, Emissionshandel angedacht
 

Die Zeiten, in denen Europa allein Taktgeber bei Klimaschutzmaßnahmen war, sind längst vorüber. Europa droht die Führungsrolle als innovativer Treiber der Energiewende zu verlieren. Eine Vielzahl an Staaten, Regionen und Städten hat CO2-Preis bzw. –Handelssysteme etabliert bzw. plant dies derzeit. Schweden ist damit bereits seit Jahren erfolgreich. 2014 lag der CO2-Preis für den Haushaltsbereich bei 125 Euro/t. Zugleich sind die Treibhausgasemissionen seit Anfang der 90er-Jahre, um 23 Prozent gesunken und die Wirtschaft um 58 Prozent gewachsen. Auch die Dynamik in China ist beachtlich: 2014 ist die Kohlenutzung zur Energieerzeugung – trotz hohem Wirtschaftswachstum – erstmals um 1,6 Prozent zurückgegangen. China ist mit 115,4 GW installierter Leistung sogar neuer globaler Leader in der Nutzung der Windenergie.