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Die Risiken fossiler Energieversorgung bleiben hoch

Mythos

Wir werden auch langfristig weitgehend vom Import fossiler Energieträger abhängig bleiben. Alles andere ist Träumerei.

Fakten

Die Europäische Union ist zu über 50 Prozent, Österreich zu fast zwei Dritteln von (fossilen) Energieimporten abhängig – dies führt zu politischer Abhängigkeit und ist ein Risiko für den Standort. Durch eine Verringerung des Energieverbrauchs und den Ausbau der Erneuerbaren kann das geändert werden.

Hohe Abhängigkeit von fossilen Energieimporten

  • Norwegen
  • Russland
  • Kasachstan
  • Aserbaidschan
  • Nigeria
  • Libyen
  • Algerien
  • Saudi Arabien
  • Andere
  • Eigene Produktion

Quelle: EU-Komm., EUstat

Der seit Mitte 2014 stark gesunkene Ölpreis sorgt derzeit für geringere Kosten für  Endverbraucher und damit auch etwas günstigere Energieimporte. Immer noch (2014) importieren die EU-Staaten fossile Energie im Wert von netto über 300 Milliarden Euro (Österreich 10 Milliarden Euro). Die EU-Importabhängigkeit beträgt bei Erdöl über 88 Prozent (Österreich über 90 Prozent); bei Erdgas knapp 66 Prozent (Österreich 84 Prozent). Ob die Preise für fossile Energie langfristig niedrig bleiben, ist unsicher. Auch laut Internationaler Energie Agentur gibt es Zweifel, wie lange der neue Öl- und Gas-Boom etwa in den USA anhakten kann.  Trotz niedrigem Ölpreis haben sich die Konjunkturdaten in Österreich nicht gebessert. Ganz im Gegenteil – heimische Produzenten und Zulieferer erneuerbarer Energietechnologien kommen verstärkt unter Druck. Schwankende Preise (für fossile Energie) sind für die Planungssicherheit aller Unternehmen kontraproduktiv. Die Energiewende ist auch ein Instrument, sich aus den bestehenden Abhängigkeiten zu lösen.