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Die Wärmewende stärkt den heimischen Wirtschaftsstandort

Mythos

Das bestehende Energiesystem funktioniert gut. Klimaschutzmaßnahmen sind nicht so wichtig wie Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum.

Fakten

Es gibt keinen Widerspruch zwischen Klimaschutz und Arbeitsplätzen. Der Umbau des Wirtschaftssystems in Richtung Klimafreundlichkeit und Nachhaltigkeit ist laut aktuellen Studien eine der größten wirtschaftlichen Chancen überhaupt.

Wir haben in Österreich eine gute Tradition, innovative Technologien auf Basis erneuerbarer Energien einzusetzen. Weltweit wird in der Entwicklung einer nachhaltigen Infrastruktur eine der größten Wirtschaftschancen der Gegenwart gesehen.  Wie eine Studie der TU Wien zeigt, bringt das Szenario einer Wärmewende enorme wirtschaftliche Impulse; zudem könnten jährlich bis zu drei Milliarden Euro an Heizkosten eingespart werden. Die zusätzlichen Investitionen in thermische Sanierungen sowie der Umstieg von fossilen Heizsystemen auf erneuerbare wurden diesen Branchen einen jährlichen Beschäftigungszuwachs von 2,5 % im Zeitraum 2020 bis 2030 und von 2,4 % zwischen 2030 und 2040 bringen.

Die heimische Wärmewende schafft Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Aktuell liegt jedoch die Auslandsabhängigkeit der österreichischen Energieversorgung mit 64,2 % über dem Durchschnitt der EU28-Länder, welcher sich auf 53,6 % (2016) beläuft. Der Wert der Energieimporte lag 2017 bei 10,7 Mrd. Euro; netto, also abzüglich der Exporte, bei rund 8 Mrd. Euro. Für 2018 kann aufgrund des höheren Ölpreises eine weitere Steigerung der Importkosten auf über 12 Mrd. Euro erwartet werden.

Die exportorientierte österreichische Wirtschaft hat sehr gute Möglichkeiten, ihre Technologien anzubieten und österreichisches Know-how einzubringen, sofern der heimische Markt ebenso eine klare Perspektive hat.