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Ohne Wärmewende keine Energiewende

Mythos

Bei der Wärmeversorgung sind wir in Österreich schon gut aufgestellt. Durch die erneuerbare Stromversorgung, die zunehmend auch Wärmebereitstellung ermöglicht, löst sich das Emissionsproblem von selbst.

Fakten

Der Wärmebereich ist für mehr als die Hälfte des Endenergieverbrauchs in Österreich verantwortlich und wird zu knapp 60 % noch von fossiler Energie abgedeckt. Die Wärmewende ist daher entscheidend für den Erfolg beim Klimaschutz. Auch in der heimischen Stromversorgung ist in Anbetracht von rund 14 % Fossilenergie und rund 10 % Importen mit hohem Kohle- und Atomkraftanteil noch viel zu tun.

Nur mit einem weitgehenden Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe bis zur Mitte des Jahrhunderts können die Ziele des Pariser Abkommens erreicht und damit die Klimakrise eingedämmt werden. Etwa ein Drittel des österreichischen Energieeinsatzes und rund 20 % des heimischen CO2 -Ausstoßes entfallen auf Raumwärme- und Warmwasserversorgung. Der Wärmebereich ist für mehr als die Hälfte des Endenergieverbrauchs (1.121 Petajoule im Jahr 2016) in Österreich verantwortlich.

Während der Stromverbrauch zu 73 % aus erneuerbaren Quellen gedeckt wird, sind es bei der Wärme erst 43 % und beim Verkehr knapp 8 % – im Durchschnitt beträgt der erneuerbare Anteil im Endenergieverbrauch 33 %. Die Ergebnisse der Studie „Wärmezukunft 2050“ zeigen, dass eine Energiewende im Wärmebereich möglich ist und damit jährlich sogar an die drei Milliarden Euro an Heizkosten eingespart werden könnten. Durch Maßnahmen wie thermische Sanierung und effiziente Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energie kann der Gesamtenergieeinsatz um 50% reduziert und der Einsatz fossiler Energie beinahe vollständig verdrängt werden.