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In erneuerbare Wärme zu investieren reduziert hohe Preisrisiken

Mythos

Öl und Gas sind billig, daher ist es besser, mit Investitionen noch zuzuwarten.

Fakten

Das Risiko stark schwankender Öl- und Gaspreise hat sich zuletzt stark erhöht. Anfang Oktober 2018 lag der Ölpreis der Sorte Brent mit über 80 US$ pro Barrel so hoch wie seit drei Jahren nicht mehr. Im Vollkostenvergleich schneiden erneuerbare Wärmeversorgungssysteme am besten ab.

Nachhaltiges Heizen lohnt sich auch finanziell. Infolge gestiegener Ölpreise am Weltmarkt war auch Heizöl im Oktober 2018 im Durchschnitt um ein Drittel teurer als im Oktober des Vorjahres. Auch der World Energy Outlook 2018 der Internationalen Energieagentur (IEA) sieht für die kommenden Jahre größere Unsicherheit und Volatilität (Schwankungen) in den Ölmarkten. Vor allem die unsichere geopolitische Lage lässt eine genaue Prognose der Preisentwicklung kaum zu. Ein Vergleich der Vollkosten für die Beheizung unterschiedlicher Gebäudetypen zeigt, dass die Risiken höherer Kostenbelastungen mit erneuerbaren Energien deutlich geringer sind als bei fossilen Heizsystemen – bei unsanierten Gebäuden um jährlich bis zu 2.800 Euro. Der gegenwärtige Bestand an Zentralheizungskesseln in Österreich weist eine deutliche Überalterung auf – jetzt falsche Investitionsentscheidungen zu treffen, würde „Lock-in-Effekte“ nach sich ziehen, welche die Abhängigkeit von fossilen Energien und damit vielen äußeren Faktoren auf lange Zeit einzementierten. Von den 1,7 Millionen Heizkesseln in Österreich sind 40 % bzw. 680.000 Anlagen zwischen 15 und 30 Jahre alt und daher sanierungsbedürftig. Der größte Handlungsbedarf besteht bei Ölkesseln, wo 390.000 Anlagen alter als 15 Jahre und daher demnächst zu tauschen sind.