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Wie wird eine Bauteilaktivierung gesteuert?

Im Grunde erfolgt die Regelung ähnlich einer Fußbodenheizung. Die Aufteilung des Vorlaufs auf die einzelnen Heizkreise erfolgt über einen Verteiler. Die einzelnen Heizkreise können über motorbetriebene Stellventile geschlossen oder geöffnet werden, welche über einen Raumthermostat oder zentral angesteuert werden.

Der Nutzer hat üblicherweise die Möglichkeit, das Temperaturniveau über eine einfache Regelung zu beeinflussen. Regelungen sind für einzelne Räume oder für die Wohnung möglich, auf Grund der Trägheit des Systems kann aber keine rasche Reaktion erwartet werden. Dies stellt jedoch kein Problem dar, da gute gedämmte Gebäude mit ausreichender Speichermasse auch nur mehr sehr langsam selbst auf große Temperaturschwankung der Außenluft reagieren. Auch bei Störungen der Strom- oder Wärmeversorgung erweisen sich die große Speichermasse und die Trägheit als Vorteil. Das Gebäude kühlt sehr langsam aus, womit z. B. auch längere Ausfälle des Wärmeerzeugers (z. B. Blackout) für die Beheizung kein großes Problem darstellen.

SPEICHERUNG VON THERMISCHER ENERGIE AUS NETZSTROM
Die Speicherkapazität der aktivierten Bauteile in Verbindung mit einer leichten Überwärmung im Rahmen des festgelegten Komfortbandes ermöglicht es, günstige Stromtarife und erneuerbaren Strom zu nutzen.

Die Freigabezeiten werden der Gebäuderegelung mit einem Fernsignal vom Energieversorger übergeben. Die Anlagensteuerung der TBA ist so programmiert, dass einerseits ein definierter Komfortbereich eingehalten wird, andererseits vorrangig Energie aus sauberer Stromproduktion bezogen wird.

Es muss erst dann „normaler” Strom bezogen werden, wenn der Wärmespeicher soweit entladen ist und das Gebäude aus dem Komfortbereich gerät (zu weit abkühlt). Während der Freigabezeiten werden die aktivierten Bauteile auf ein leicht erhöhtes Temperaturniveau aufgewärmt (definiertes Komfortband, z.B. max. 23 °C, siehe Abbildung).

Die dadurch gespeicherte Energie wird genutzt, um längere Zeiträume ohne Freigabe (oder Freigabe von Wind- oder PV- Strom ) überbrücken zu können. Eine Wetterprognose kann in die Steuerung einbezogen werden. Ein fernauslesbarer Smart Meter („intelligenter Stromzähler“) übermittelt die Daten an den Netzbetreiber, der sie dann an den Stromanbieter für die Abrechnung weiterleitet.

Das Grundprinzip der Regelstrategie zur Speicherung von thermischer Energie aus Netzstrom innerhalb der Gebäudestruktur. Freigabe steht z. B. für Bezug von Wärme aus Solarthermie, Strom aus PV, billigen Strom eines Windkraft-Energieversorgers.

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