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Nachhaltigkeit verankern – Klimaschutz umsetzen

Woher weiß ich, ob eine Veranlagung grün bzw. nachhaltig ist?

Für eine Privatperson ist es gar nicht so einfach, zu erkennen, was nun in den jeweiligen Veranlagungen enthalten ist. Nicht nur die Bandbreite nachhaltiger Veranlagungsformen ist groß, sondern auch die Vielfalt der Strategien und Methoden, diese umzusetzen. Klar ist: Nachhaltige Geldanlagen sind immer an gewisse Kriterien gebunden. Diese werden jedoch unterschiedlich gestaltet und gemessen. Ob ESG-Kriterien, Klassenbester eines Sektors oder mit dem Ausschluss von ganzen Industrien und Unternehmen: Auch bei der Anwendung von Nachhaltigkeitsmethoden ist es wichtig, als AnlegerIn nachzufragen, was wirklich im Portfolio bzw. hinter einer Investition steckt, also welche Sektoren, Glaubwürdigkeit wird zentral sein, um einen nachhaltigen Finanzmarkt zu etablieren.

Ein zentraler Begriff für viele Methoden der Nachhaltigkeitsbewertung ist „ESG“, eine englische Abkürzung, die für Environmental – Social – Governance steht. Der Begriff ist seit Jahren etabliert, um auszudrücken, ob und wie bei Entscheidungen von Unternehmen ökologische und soziale Aspekte sowie die Art der Unternehmensführung berücksichtigt werden. Zahlreiche Investoren integrieren ESG-Kriterien in ihre Analysen von Wertpapieren. Ausschlusskriterien dienen dazu, gewisse Branchen, Unternehmen oder Staaten vom Investmentuniversum auszuschließen, sei es, weil sie klimaschädlich agieren (z.B. ihr Geld mit der Kohleförderung verdienen), soziale Kriterien nicht erfüllen (etwa bei Verstoß gegen Menschenrechte bzw. Akzeptanz von Kinderarbeit) oder ethisch nicht akzeptiert werden (z.B. aufgrund von Waffengeschäften). Auch das hierzulande weit verbreitete „Österreichische Umweltzeichen für Finanzprodukte“ (UZ 49) verfügt über klar definierte Mindest- Ausschlusskriterien; etwa Atomkraft, Kohleunternehmen oder Unternehmen und Einrichtungen, die systematisch Menschen- oder Arbeitsrechte sowie zentrale politische, soziale oder Umweltstandards verletzen, etc. In einigen Bereichen ist ein gewisses Maß an Toleranz durch Schwellenwerte erlaubt.