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Klimaveränderung als Finanzrisiko – Klimaschutz als Investitionschance

Inwiefern ist der Klimawandel auch ein Risiko für AnlegerInnen?

Die Klimaveränderung hat dramatische Konsequenzen für die Wirtschaft und stellt auch für die Finanzwelt eine Bedrohung dar. Einerseits drohen durch mehr Überflutungen, Dürren, Hitze und Stürme massive Schäden, welche die Produktion bzw. Lieferketten beeinflussen. Andererseits bedeutet ein klimafreundliches Energiesystem eine geringere Nachfrage nach Kohle, Erdöl und Erdgas und damit einen Wertverlust des darin investierten Kapitals und Vermögens. Insgesamt gelten knapp 2.000 Milliarden Euro als gefährdet. Auch von AnlegerInnen, die in diesen Unternehmen investiert sind. Die CO2-Blase (Carbon Bubble) bezeichnet die mögliche Überbewertung von Unternehmen, die weitgehend von fossilen Brennstoffen abhängig sind, also beispielsweise von in der Öl-, Gas- und Kohleindustrie tätigen Unternehmen. Wenn die Temperaturerhöhung unter 2 °C bleiben soll, dürfen (mit Stand 2018) bis 2050 noch maximal 1.100 Gigatonnen CO2 in die Atmosphäre emittiert werden. Bei Orientierung am 1,5°-Ziel sind höchstens etwa 400 Gt CO2 übrig. Die Emissionen aus der Nutzung der bis dato bekannten verwertbaren Kohle-, Erdöl- und Erdgasreserven würden diese verbleibenden CO2-Budgets um ein Vielfaches übersteigen. Daher ist diese Nutzung dieser Ressourcen entsprechend den Klimazielen stark limitiert und entsprechende Investitionen riskant. 

Zugleich stellen Klimaschutz-Investitionen eine Chance dar, da neue Geschäftsmodelle, klimafreundliche Technologien und Zukunftsfähige Infrastruktur Immer gefragter sein werden. Die Neugestaltung der Energiesysteme, der Mobilität, der Landwirtschaft geht mit Chancen für neue Technologien, Projekte, Akteure und Dienstleistungen einher.